KFZ-Versicherung mal anders

Neulich saß ich mit einer langjährigen Freundin beisammen. Wir plauderten über alte Zeiten, und irgendwann erzählte sie mir eine Geschichte, die sie mir all die Jahre verschwiegen hatte - dabei ist sie ein wahres Prunkstück in unserem Fundus peinlicher alter Geschichten. Ich musste ihr versprechen, ihren Namen nicht zu nennen, wenn ich ihr Erlebnis schon unbedingt bloggen möchte. Kein Problem!



Es begab sich also zu einer Zeit, als wir den Führerschein noch nicht allzu lang hatten und erst seit wenigen Monaten die Straßen mit unseren leidgeplagten Gebrauchtfahrzeugen unsicher machten. Eines Morgens musste sie feststellen, dass ihr Auto aufgebrochen worden war. Völlig fertig fuhr sie zur Polizei, um Anzeige zu erstatten.

Der Polizist nahm ihre Personalien auf und wollte wissen, was genau passiert war. Bis dahin war noch alles in Ordnung; dann jedoch kam die Frage, die meine arme Freundin, die von der ganzen Aufregung noch total aufgelöst war, total aus der Bahn warf.

"Wo ist Ihr Auto denn versichert?" Panik. Damals kümmerten sich schließlich ihre Eltern noch um alles. Auto-Versicherung? Hatte sie davon schon mal gehört? Tausend Gedanken müssen sie durchzuckt haben; die Sekunden verstrichen. Die Augenbrauen des Polizisten wanderten immer höher. Eine Antwort! Sie brauchte eine Antwort!

Schließlich flüsterte sie leise, fragend: "Barmer?"

Die genaue Reaktion des Polizisten ist leider nicht überliefert, denn in dem Moment, als sie es aussprach, wurde ihr klar, dass das wohl nicht sein konnte.
Immerhin fiel ihr der Name ihrer Autoversicherung doch noch ein - aber die Peinlichkeit war unauslöschlich und verfolgt sie bis heute.
Allerdings kann man nach zehn Jahren dann doch etwas befreiter darüber lachen und sich den Nutzen einer Krankenversicherung für ein Auto in den schillerndsten Farben ausmalen. ;)

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