Meine früheren Bands

Meine allererste Band

Woher ich mit meinen 16 Jahren damals den Mut nahm, mit meiner Gitarre auf dem Rücken in einem Proberaum bei gestandenen Musikern aufzutauchen und vorzusingen, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls habe ich sie irgendwie von mir überzeugen können, und so durfte ich tatsächlich Sängerin sein in der Band ohne Namen. Eine Weile gab es auch noch den Sänger Sam aus Hagen, aber nachdem er die Band verlassen hatte, stand ich allein am Mikro. Meistens jedenfalls - gelegentlich bekam ich Unterstützung durch meine Freundin Tamara.

Arno, Holger, Jojo und Volker waren die Musiker, die mir damals die Chance gaben und denen ich dafür immer dankbar sein werde. Die zweite Band, die in unserem Proberaum beheimatet war, überschnitt sich teilweise in der Besetzung, so dass wir immer in engem Kontakt standen. Bernd und Öge waren damals Gitarre und Gesang bei Squeal, denen ich immer gern zuhörte. Diese unbeschwerte und kreative Zeit wird mir immer unvergessen bleiben, und erst recht die legendären Weihnachtsfeiern, wenn beide Bands zusammen feierten und weitere Musiker hinzu kamen.

Wir verbrachten damals mehr Zeit mit wilden Jam-Sessions als mit fertigen Songs. In den knapp zwei Jahren, in denen meine erste Band existierte, hatten wir keine zehn fertigen Songs, dafür aber stundenlanges Material mit schrägen musikalischen Experimenten. Unvergessener Höhepunkt, vermutlich für alle Beteiligten, war der Fisch-Blues, der völlig spontan und mit teilweise getauschten Instrumenten bei einer Weihnachtsfeier entstand und glücklicherweise auf Band - bzw. mittlerweile digitalisiert - bis heute erhalten geblieben ist. Die Tonqualität ist natürlich grottig, und vermutlich ist der "Spirit" auch nur für die spürbar, die dabei waren.

In dieser Band lernte ich, die immer nur nach Noten vom Blatt gespielt hatte, das Improvisieren beim Gesang. Mangels Übung ist davon heute leider viel verloren gegangen, aber dennoch war es eine wichtige Lernerfahrung für mich.

Wonderlamb

Und dann kam Wonderlamb. Nachdem ich den Trennungsschmerz verwunden hatte, wollte ich weitermachen, und so fand ich Achim, den Stefanski und Uwe, die damals in einem kleinen Eckraum (im gleichen Bunker wie meine erste Band) als "Baukaubeat" Musik machten. Nach einigen Fehlversuchen kam André als zweiter Gitarrist dazu, wir bekamen einen größeren Proberaum, und dann ging es viele Jahre lang gut voran.

Wir hatten regelmäßig Auftritte, hatten unseren eigenen "Fanclub" mit Leuten, die uns unermüdlich zu jedem Auftritt begleiteten und uns unterstützen. Komplett in Eigenregie organisierten wir mehrmals das "GyGaPop"-Festival im Freizeithaus im Gysenberg. Wir nahmen eine CD auf mit dem sensationellen Titel "The first bleat is the sheepest", ließen T-Shirts bedrucken, die bis heute überlebt haben - und hatten einfach eine richtig gute Zeit.

Dann war irgendwann die Luft raus, zumindest für Uwe und mich. Mir fiel der Schritt nicht leicht, aber es war richtig. Wir verließen beide die Band, und während Uwe sich erst einmal darauf konzentrierte, sein Schlagzeugspiel weiterhin zu verbessern, mache ich mich auf die Suche nach einer neuen Band.

Goldmill

Mit Goldmill sang ich zum ersten Mal zu härteren Klängen. Kai und Mike waren die Konstanten, während die Besetzung am Bass wechselte.

Die Songs, die wir als Album unter dem Titel "Saved Excuses" aufgenommen haben, finde ich heute noch gut. Kai ist einfach ein herausragender Gitarrist, der ein cooles Riff nach dem anderen raushaut.

Mit Chris bekam die Band endlich einen zuverlässigen, dauerhaften Bassisten, aber meine Zeit in dieser Band war vorbei. Mein Bauchgefühl ließ mich die Band verlassen, und auch das war im Nachhinein gesehen für alle Beteiligten die richtige Entscheidung. Mit Martin am Mikro formierte sich die Band neu zu Crazy Black Sunday und ist damit endlich eine homogene Truppe geworden, in der alles passt.

Another Escape

... weiterlesen: me and Alice

Kommentar abgeben