Vitamin-B12-Mangel - Behandlung und Folgen

Vor einigen Wochen stellte meine Hausärztin im Rahmen einer allgemeinen Blutuntersuchung einen behandlungsbedürftigen Vitamin B12-Mangel fest. Die Ursache dafür ist nicht ganz klar; jedenfalls bin ich weder der Alkoholsucht verfallen noch Veganerin, auch beherberge ich zu meiner riesigen Erleichterung keine Darmparasiten.



Die Symptome waren bei mir nicht allzu deutlich. Vitamin B12-Mangel führt zu Blutarmut (Anämie) und äußert sich dann unter anderem durch Müdigkeit und Blässe. Nun, eine Schlafmütze war ich schon immer, und blass bin ich einfach von Haus aus. Appetitlosigkeit, ja, darunter "litt" ich auch - allerdings ist das ja nicht unbedingt ein Leiden. Man hat einfach keinen Hunger. Punkt. Und so habe ich etwas abgenommen, mir ein paar neue Klamotten gekauft, und eigentlich war die Welt in Ordnung.

Dann kamen die wöchentlichen B12-Injektionen. Zack - ab mit der Spritze ins Fettgewebe etwas oberhalb des Popos. Die unmittelbare Wirkung einer solchen Spritze: AUA! Es zwiebelt und brennt ungefähr eine Minute, ist aber auszuhalten.

Der folgende Prozess kam schleichend und blieb von mir lange Zeit unbemerkt, bis mich meine Ärztin ganz unschuldig fragte: "Haben Sie denn jetzt wieder etwas mehr Hunger?"

Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Die kleinen harmlosen B12-Spritzen sind also Schuld daran, dass ich seit einigen Wochen unheimliche Gelüste habe. Besonders die Mitternachtssnacks, die manches Mal beinahe allein meinen Tagesbedarf an Kalorien decken könnten, schlagen zu Buche. Die neuen Hosen passen nicht mehr, einige der neuen Oberteile sitzen wie eine Wurstpelle ... Fünf Kilo habe ich zugenommen innerhalb kürzester Zeit.

Aber ich jammere nicht. Ich bin zwar immer noch blass - wie auch anders bei dem Wetter -, aber nicht mehr so müde. Ich kann mich wieder gut und lange konzentrieren, habe einfach viel mehr Energie als noch vor einer Weile. Das ist ein Grund zur Freude. Und die zehn Pfund mehr? Na, ein erneuter Grund zum Shoppen. ;)

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