Wie man Schnitzel richtig macht

... wusste ich bisher überhaupt nicht. Nachdem ich nach langer Zeit einmal wieder vom Metzger ein paar Schnitzel gekauft habe, habe ich mich gefragt, ob es das ultimative Schnitzel-Geheimnis gibt und mich auf die Suche gemacht.

Google mit "Schnitzel richtig" befragt - da Ergebnis waren etliche verschiedene Rezepte, und eine klare Tendenz, ob man Schnitzel nun klopfen soll oder nicht, konnte ich auch nicht erkennen. Also habe ich meinem Bauchgefühl vertraut, das meiner Meinung nach einfachste und am einleuchtendsten klingende Schnitzel-Rezept als Grundlage genommen - und ab in die Küche.

Da wir sehr begeistert waren - es war nahe dran am perfekten Schnitzel! - will ich Euch die Zubereitung kurz erläutern.

Man braucht drei Schüsseln oder Behälter; ich habe mir extra dafür gedachte stapelbare Panier-Boxen aus Kunststoff zugelegt. Echt praktisch. In die erste kommt Mehl, in die zweite gequirltes Ei, das ich großzügig mit Salz und Pfeffer würze, in die dritte Paniermehl.
Je nach Anzahl der Schnitzel lässt man in einer oder zwei Pfannen reichlich Butterschmalz heiß werden. Da ich keinen Butterschmalz hatte, habe ich Butter genommen, das geht auch.

Ich klopfe die Schnitzel nicht. Sie werden zuerst mit Mehl bedeckt und dann etwas abgeschüttelt, dann durch das gequirlte Ei gezogen (gut abtropfen lassen) und dann in der Panade gewälzt. Dann kommen sie in das sehr heiße Fett (Herd Stufe 6 von 9); mit einem Löffel schöpfe ich das Fett und gieße es über das Schnitzel, so dass es insgesamt vom Fett durchzogen wird. Es soll wirklich reichlich Butter(schmalz) in der Pfanne sein, so dass die Schnitzel darin schwimmen.

Die Schnitzel werden von beiden Seiten mit großer Hitze kurz angebraten, bis sie eine goldbraune Farbe haben. Ich würze an dieser Stelle noch einmal mit Salz und Pfeffer nach. Danach wird der Herd auf Stufe 3 heruntergedreht, und die Schnitzel garen noch ca. 5 Minuten, je nach Dicke.

Sind die Schnitzel fertig, kommt noch schnell das Ei in die Pfanne. Dazu gibt es dann Pommes und Salat; Sauce darf natürlich auch gern sein, z. B. Jägersauce oder Zigeunersauce.

Unsere ersten Schnitzel nach dieser Zubereitung haben tatsächlich so geschmeckt, wie Schnitzel in einem guten Gasthaus schmecken. Ich glaube, es liegt an der großen Fettmenge (war da sonst immer sehr sparsam) und dem schnellen Anbraten und langsamem Weitergaren. Mal gucken, ob der zweite Versuch auch so leckere Schnitzel bringt. :)

Wenn jemand noch Optimierungs-Tipps hat - her damit!

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