Wilder Gulasch mit Mandeln

Gestern erfunden, für gut befunden - also ab damit in mein öffentliches Rezepte-Archiv. Beim gestrigen Kochen war ich besonders experimentierfreudig und mit allen Sinnen dabei - mittendrin war ich mir plötzlich sicher, dass Mandeln dem Gericht noch den letzten Pfiff geben würden, also bin ich noch losgefahren, um welche zu besorgen.

Die schönste Belohnung für diese besonderen Mühen war dann, dass mein Liebster, der zwar grundsätzlich Fast-Alles-Esser ist, aber nur in speziellen Fällen mehr als nur "lecker" sagt, mich fragte, wie dieses Gericht heißt. Und da einiges übrigblieb (weil ich mal wieder versehentlich für die nicht vorhandene Kompanie gekocht habe), wird die zweite Hälfte heute wunschgemäß aufgewärmt, was auch höchstem Lob gleichkommt.

So, wie also habe ich dieses kulinarische Highlight vollbracht?

Zutaten: Ca. 600 Gramm Gulasch (in diesem Fall war es Pute, schmeckt aber sicherlich mit jeder anderen Fleischsorte ebenso), etwa die gleiche Menge Zwiebeln, ein Glas Tomatenpaprika, ein halbes Glas Preiselbeeren, ein Becher Joghurt (in Ermangelung von Sahne und weil es etwas scharf geraten war), ein guter halber Liter Rotwein (oder mehr), Wildgewürz, Brühwürfel, Salz.

Die Zwiebeln klein würfeln und anbraten, das Fleisch hinzugeben und mitbraten, bis es leicht Farbe bekommt und die Zwiebeln goldgelb sind. Etwa zwei Teelöffel gemahlenes Wildgewürz hinzugeben und umrühren. Mit Rotwein auffüllen, bis alles fast bedeckt ist, den Rest mit etwas Wasser auffüllen. Die Tomatenpaprika, zwei Brühwürfel und, falls vorhanden, ein Tee-Ei mit zwei TL grobem Wildgewürz hinzugeben und alles etwa eine Stunde auf kleinster Flamme köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Mandeln goldbraun rösten. (Sollten sie ungeschält sein: Wasser zum Kochen bringen, Mandeln ca. 4-5 Minuten hinein, danach direkt in kaltes Wasser. Die Haut kann man dann ganz leicht entfernen, die Mandeln auf Küchenpapier trocknen lassen.)
Zum Schluss ein halbes Glas Preiselbeeren unterrühren und die Sauce nachwürzen (Salz!) und andicken. Nach Geschmack Sahne, Joghurt oder Schmand hinzu, die Mandeln kurz vor dem Servieren dazugeben.

Das Gericht sollte am Ende eine scharf-süße Note haben, also nicht mit Gewürzen geizen.

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