Trockene, unreine Haut - was hilft?

Dass man in der Pubertät Hautprobleme hat - unreine Haut bis hin zu Akne - ist ein notwendiges Übel, das die meisten von uns beim Erwachsen werden in Kauf nehmen mussten oder noch müssen. Sich aber auch noch im Erwachsenenalter mit Pickeln und Mitessern herumärgern zu müssen, ist nicht nur "nicht schön", sondern kann einen zur Verzweiflung treiben. Wenn auch das drölfte Pflegeprodukt aus der Drogerie nicht hilft, gibt man die Hoffnung irgendwann auf.

Ich selbst habe trockene Haut, die zu Unreinheiten neigt. Nach vielem Ausprobieren habe ich nun eine Pflegeroutine gefunden, die dauerhaft gute Ergebnisse bringt. An meinen Erfahrungen lasse ich euch gern teilhaben. Vielleicht ist es für euch genau DER Geheimtipp, nach dem ihr sucht. Oder aber es ist wie so oft: Was bei einem nahezu ein Wundermittel ist, bringt einem anderen gar nichts.

Der Gang zum Hautarzt

In schlimmeren Fällen empfiehlt sich selbstverständlich zunächst ein Besuch beim Hautarzt. Eine Diagnose vom Profi plus Behandlung sollte dann der Ausgangspunkt sein. Auch eine gute Kosmetikerin kann sicherlich helfen. Manchmal schätzt man selbst völlig falsch ein, was das Problem ist. So denken viele Menschen mit unreiner Haut, sie müsste zwangsläufig fettig sein und verwenden die falsche Pflege.

Finger weg und in Ruhe lassen!

Der vielleicht wichtigste und gleichzeitig am schwierigsten einzuhaltende Tipp ist, die Hände von den Problemstellen zu lassen. Im Gesicht herumdrücken verschlimmert die Situation nur noch, auch wenn einem das Gefühl etwas anderes sagt. Die Kosmetikerin wird zum Ausreinigen besucht. Aber selbst Herumpfuschen ist ein Tabu!

Damit einhergehend: Nicht übertreiben. Nicht zu viel und/oder zu oft und zu exzessiv waschen. Die Haut braucht ihren eigenen Schutzmantel. Zerstört man den, kann es nicht besser werden - im Gegenteil!

Und obendrein: Wer wie ich einen Schreibtisch-Job hat, neigt eventuell auch dazu, häufig das Kinn auf die Hand aufzustützen. Schwupps, so hat man ständig die Finger im Gesicht. Nicht gut, abgewöhnen.

Tolle Haut durch Seife?

Verschiedene Sorten Seifen für die Gesichtsreinigung, z. B. Salzseife, Seifen mit Kampfer, verschiedenen Ölen und Tonerde. Ein Schwamm erleichtert das Aufschäumen.

Ja. Ich konnte mir das früher auch nicht so richtig vorstellen. Der Gedanke ist einfach etwas gewöhnungsbedürftig, dass es auch im 21. Jahrhundert noch angesagt ist, sich mit Seife das Gesicht zu waschen. Schließlich hat man ja sonst immer Reinigungsmilch, -schaum, -lotion etc. benutzt und das für die einzige vernünftige Möglichkeit gehalten.

Das Waschgefühl ist schon toll: Zarter Schaum, der nach dem Abwaschen eine im wahrsten Sinne des Wortes quietschsaubere Haut hinterlässt. Danach gibt es dann nur noch eine gute Feuchtigkeitscreme, Sheabutter oder ein klein wenig Mandelöl (oder ein anderes geeignetes Öl) und mehr nicht.

Schon nach wenigen Tagen stellen viele Anwender bereits eine Veränderung fest: Unreinheiten reduzieren sich, große Poren werden kleiner, die Haut weicher.

Aleppo-Seife

Aleppo-Seife soll grundsätzlich für jeden Hauttyp geeignet sein. Am besten lässt man sich vor dem Kauf beraten. Anbieter von Aleppo-Seife helfen meistens sehr gern und können bei der Auswahl der richtigen Sorte helfen. Für Einsteiger wird gern eine Aleppo mit 40% Lorbeeröl-Anteil empfohlen.

Aleppo-Seife mit roter Tonerde ist besonders für unreine und fettige Haut geeignet. Aleppo-Seife mit Schlamm aus dem Toten Meer revitalisiert die Haut durch ihren hohen Salz- und Minerialiengehalt und hat zugleich einen leichten Peeling-Effekt.

Wer Probleme mit Neurodermitis oder Schuppenflechte hat, sollte unbedingt mal Schwarzkümmelöl-Seife testen. Hierbei handelt es sich um eine Aleppo-Seife, die mit Schwarzkümmelöl angereichert wurde, welches bei der Behandlung von Hautkrankheiten häufig eingenommen wird, aber eben auch äußerlich angewendet werden kann.

Andere Seifen

Neben der Alepposeife gibt es natürlich noch zahlreiche weitere Seifen mit verschiedenen Inhaltsstoffen. In einigen kleinen Onlineshops bieten Seifensiederinnen ihre tollen, duftenden Kreationen an und helfen auch gern beratend bei der Auswahl.

Viele Seifen kann man leicht mit einem Messer in handliche Stückchen schneiden. Man legt sie 10-15 Minuten in den Backofen, und danach lassen sie sich mit einem scharfen Messer gut zerteilen. Ich schneide eine Seife immer in Viertel oder Achtel. Der Vorteil dabei ist, dass die Seife viel länger hält, weil die Oberfläche viel kleiner ist und so weniger Substanz bei der Verwendung ungenutzt weggespült wird.

Geheimtipp bei trockener Haut: Sheabutter

Sheabutter in verschiedenen Varianten: Mit Orangenöl, Teebaumöl oder als Lippenpflege

Mit rauer und trockener Haut haben wir zumeist im Winter zu kämpfen. Aber auch im Sommer kann es unangenehm trockene Hautstellen geben, die sich jedem verzweifelten Pflegeversuch hartnäckig widersetzen. Wer schon alle möglichen Hautcremes, Lotionen und Salben durchprobiert hat und damit immer noch keinen durchschlagenden Erfolg erzielen konnte, sollte es einmal mit Sheabutter probieren.

Was ist Sheabutter?

Sheabutter wird durch Kochen oder Kaltpressung aus den getrockneten und geschälten Nüssen des Sheanussbaums gewonnen, der ausschließlich in den Savannen Westafrikas beheimatet ist. Reine ursprüngliche Sheabutter ist weiß-gelblich und duftet leicht würzig und schokoladig. Bei bis zu 28° C ist sie von fester Konsistenz. Man braucht sie nur kurz in den Handflächen erwärmen, um sie zu schmelzen, und dann lässt sie sich gut auf der Haut verteilen.

Natürliche Pflege bei trockener Haut

In Afrika wird Sheabutter traditionell zur Hautpflege verwendet, speziell bei trockenen, schuppenden oder stark beanspruchten Hautstellen, zur Vermeidung und Rückbildung von Schwangerschaftsstreifen sowie zur Baby-Pflege. Sheabutter hat einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E und Provitamin A und versorgt so die Haut ideal mit Feuchtigkeit, fördert die Regeneration und macht sie glatt und geschmeidig. Das außerdem enthaltene Allantoin wirkt hautberuhigend, regt die Zellteilung an und fördert die Wundheilung.

Sheabutter auch für trockene Lippen

Trockene, rissige und wunde Lippen können ein hartnäckiges Problem sein, bei dem die gängigen Lippenpflegeprodukte aus der Drogerie nur kurzfristig Linderung verschaffen, ohne dauerhaft zu helfen. Wer das kennt, sollte es auf jeden Fall einmal mit Sheabutter versuchen. Zwei bis drei Mal täglich eine kleine Menge auf die Lippen auftragen, und auch hier wird sich die Haut schnell beruhigen.

Sheabutter ist aber nicht gleich Sheabutter. Meist wird sie von den Kosmetikherstellern chemisch behandelt, entfärbt und entduftet. Diese Prozesse mindern jedoch ihre Pflegeeigenschaften. 100% natürliche Sheabutter wird nach traditioneller Methode von Frauenkooperativen in Burkina Faso gefertigt und nicht weiter chemisch behandelt und ist frei von Konservierungsstoffen, Duftstoffen und jeglichen weiteren Zusätzen.

Getestet habe ich mittlerweile schon einige Sorten. Guten Gewissens empfehlen kann ich z. B. die Jislaine Bio-Sheabutter*.

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