Michael Jackson: This is it

Gestern Abend waren mein Liebster und ich nach langer Zeit wieder einmal zusammen im Kino, um uns die Michael-Jackson-Doku anzuschauen.

Wir waren beide absolut begeistert. Die Professionalität aller Beteiligten, der Live-Sound bei den Proben, die Licht-Effekte und Videos - MJ hätte uns eine Wahnsinns-Show abgeliefert, wäre er nicht so plötzlich verstorben. Das macht mich noch trauriger. Michael Jackson schien in Bestform: Seine Tanzeinlagen haben nichts von dem eingebüßt, was er schon vor zwanzig, dreißig Jahren gezeigt hat. Auch gesanglich hat er oft alles gegeben bei den Proben - nicht immer, aber das begründete er damit, seine Stimme schonen zu müssen, was absolut nachvollziehbar ist.



Es war schlichtweg beeindruckend, diese Bilder zu sehen, und dabei waren das "nur" die Proben. Da sollte eigentlich jedem klar werden, der es bis dahin noch nicht begriffen hatte, dass Michael Jackson nicht nur der abgedrehte, nasenoperierte Superstar war, sondern durch und durch Musiker mit einem beneidenswerten Gefühl dafür, wie man an sich schon geniale Songs live bis zur Perfektion präsentieren kann.
Der Song endet, MJ steht auf der Bühne, horcht in sich hinein und sagt "Stopp, das machen wir jetzt mal anders, und zwar so und so" - und das Ende des Songs wird noch einmal gesteigert, die Wirkung maximiert. Grandios.

Ich bin mir sicher, dass er sich auf seine geplanten letzten Shows richtig gefreut hat.

Ich bin sehr froh, dass es wenigstens diese letzten Aufnahmen gibt und sie veröffentlicht wurden. Deswegen ist mir diese Diskussion darum, dass nach seinem Tod nun noch die dicke Kohle gemacht wird, herzlich egal. Ich fand Michael Jackson schon immer toll und freue mich daher über alles, was wir posthum noch von ihm zu sehen und zu hören bekommen.
Einen so begnadeten Künstler wird es zu meinen Lebzeiten nicht mehr geben, davon bin ich überzeugt. Und danach vielleicht auch nie wieder. Irgendwie war Jacko doch nicht von dieser Welt ... und hätte sie doch so gern gerettet.

Kommentar abgeben